Wacholder
- Margit

- vor 5 Tagen
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Aktualisiert: vor 3 Tagen

Auch umgangssprachlich Quickholder oder als Wachmacher bezeichnet.
Die Erde ist noch gefroren, doch die Sonne gewinnt mit jedem Tag an Kraft die spürbar in unseren Körpern ankommt.
Zu Lichtmess (2.Vollmond nach der Wintersonnenwende)
ist der Tag im Vergleich zur Wintersonnenwende um eine Stunde länger hell.
Gefühlt noch mitten im Winter, regt sich tief unter der Erde in der Dunkelheit schon so mancher Same. Durch das zunehmende Licht werden Impulse in der Natur initiiert, das mich jedes Jahr aufs Neue ins Staunen versetzt.
Ob es nun die Frühblüher sind, die an lichten Stellen durchbrechen, die Hasel zu blühen beginnt oder auch die Hühner, die wieder zu legen beginnen, alles beginnt wieder in sichtbare Bewegung zu kommen.
Alles hat seine Zeit.
Viele Jahre schon gleite ich im Jahreskreis durch die 4 Jahreszeiten, Monat für Monat.
Anfangs noch streng nach Regeln von dem Gelernten um ja alles richtig zu machen. Aber mit jedem Jahr veränderte sich mein Verständnis und ich begann mehr und mehr zu hinterfragen und zu beobachten.
Verbunden mit Zweifeln und kritischem Geist lernte ich meiner Intuition zu vertrauen. Wer sagt denn, dass es nur so richtig ist. Jede Wahrnehmung ist subjektiv und wir alle sind einzigartig mit unterschiedlichen Erfahrungen, Prägungen und Wahrnehmungen.
Und da kommt der Wacholder lat. juniperus communis ins unser Bewusstsein. Er stammt aus der Familie der Zypressengewächse und wächst in lichten Wäldern, an Felsen und auf sonnigen Weiden. Sein natürliches Habitat sind die Alpen, jedoch findet er auch in vielen Gärten seine Heimat das die Anwendung erleichtert.
Der Wacholder ist eine sehr kraftvolle und lang bekannte Pflanze, der von unseren Vorfahren hoch geschätzt wurde.
"vor den Holunder sollst du den Hut ziehen, und vom Wacholder niederknien."
Holunder und Wacholder galten als mystische Pflanzen die stark in unserem Alpenraum verwendet wurden.
Der Mensch lebte in und mit der Natur und so fand er auch seine Medizin unmittelbar um seinen Lebensmittelpunkt, denn Arzt oder Medikamente waren nicht vor Ort. Die Menschen gingen zu den Pflanzen und fragten auch um Rat oder wie sie die Pflanze anwenden sollten. Als Tee, Umschläge, Bäder oder Räucherungen sie vertrauten auf ihre Intuition und waren so mit der Natur verbunden.
Jede Pflanze wirkt auf unterschiedlichen Ebenen und wie sagte Aristoteles schon:
" Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile"
So kannst du den Wacholder auf unterschiedlichste Weise nutzen. Ganz einfach wird er in der Küche verwendet. 2-3 Beeren zum Sauerkraut, in deftigen Fleischspeisen und in kräftigen Gemüse- oder Fleischsuppen. In diesem Zusammenhang fördert er die Verdauung hilft bei Sodbrennen und Blähungen, sowie bei Gicht und Rheuma, und wirkt entgiftend und entwässernd.
Nierenkranke und Schwangeren ist jedoch davon abzuraten.
Wenn früher Fleisch haltbar gemacht wurde, räucherten sie gerne mit Wacholderholz. Es gab dem Fleisch einen besonderen Geschmack und gleichzeitig wirkte es desinfizierend.
Das Verräuchern der Beeren, Holz oder Nadeln wirkt reinigend und desinfizierend. Es wurden früher die Räume ausgeräuchert um Keime zu töten.
Gerade nach starken Wintern, Krankheiten oder wenn jemand gestorben ist. Noch heute werden in manchen Krankenhäuser die Zimmer mit Wacholder ausgeräuchert.
Bereits in vorchristlichen Zeiten, sowie auch in anderen Kulturen wurde er in Schwitzhütten zur Reinigung und Klärung angewandt.
Der Wacholder lädt dich in diese Qualität des Wassermanns ein und entspricht dem Element Luft.
Im Tierkreis der Astrologie finden wir ab 21.Jänner - 19. Februar das Sternzeichen Wassermann. Diese Wassermann Qualität lehrt dich, dich ganz ohne Maske zu leben - in deiner Originalität.
Körperliche Entsprechung aus der Astromedizin sind Probleme der unteren Extremitäten (Wadenkrämpfe, Thrombosen, Durchblutungsstörungen).
Vielleicht ist deswegen auch die 5. Jahreszeit der Fasching in der Qualität des Wassermanns und es zeigt so manche/r sein wahres Gesicht.
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