Bitterstoffe
- Margit

- 25. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Das Leben ist manchmal bitter, und dieser Geschmack hilft uns gut zu verdauen. Denn was nicht gut verdaut wird, bleibt schwer im Magen und Darm liegen. Unser Organismus ist jeweils mit einem Rezeptortyp für

süß
salzig
sauer
umami (japanisch: würzig, schmackhaft) ausgestattet.
allerdings mit 25 !! verschiedenen Bitterrezeptoren. Früher war man der Ansicht, die Wahrnehmung von bitter erfolgt nur in der Mundhöhle, allerdings bleibt die Forschung nicht stehen und seit dem Jahr 2000 findet man im ganzen Körper Bitterstoffrezeptoren, also auch außerhalb des Magen- Darm-Trakt.
in den glatten Muskelzellen des Bronchialsystems (bitter erweitert verengte Bronchien, was zu einer verbesserten Sauerstoffaufnahme führt.
im Nasen- und im Flimmerepithel
im Herzen, in der Blase, in den Spermien
Im Gehirn (es regt Zellen an, lange Dentriten zu bilden, die der Informationsweitergabe zu benachbarten Zellen dienen, verbessert die Kontaktaufnahme der Hirnzellen untereinander.
Im Altertum wurde bei der Behandlung verschiedenster Beschwerden höchster Wert auf Bitterstoffe gelegt.
"Was bitter dem Mund, ist dem Magen gesund." Die Volksmedizin wusste, dass durch das Trinken eines bitteren Getränks der Organismus gekräftigt wird.
Lebenselexiere wie zum Beispiel der altbewährte Schwedenbitter zur Prävention oder als Therapie.
Wie wirken Bitterstoffe?
Bereits Hildegard von Bingen nutzte bittere Pflanzen als Appetithemmer und gegen innere Leiden. Bitterstoffe reduzieren den Heißhunger auf Süßes und regen die Verdauung an.
Bitterstoffe wirken positiv auf das Herz, die Kapillaren werden erweitert und der Gefäßtonus erhöht. Blut und Wärme werden besser im Körper verteilt und die Herztätigkeit verbessert sich. Bitterstoffe haben auch ganz eindeutig antidepressive Eigenschaften, da sie den Tonus der glatten Muskulatur steigern.
Der Darm und das Gehirn, also das enterische und das zentrale Nervensystem, stehen in enger Verbindung. Durch die Bitterstoffe gesundet der Darm und das allgemeine Wohlbefinden wird sehr positiv beeinflusst. Die kräftigende und tonisierende Bitterwirkung haben bei Depression, Müdigkeit und Erschöpfung positive Auswirkungen gezeigt.
Pflanzen die viele Bitterstoffe enthalten
Wermut
Beifuß
Schafgarbe
Löwenzahnwurzel
Mariendistel
Wegwarte
Ysop
Bitterpulver selber herstellen mit:
Wermut, Beifuß, Schafgarbe, Wacholder, Anis, Fenchel, Kümmel, Bibernell und Galgantwurzel
(oder Heidelberger Kräuterpulver - erhältlich im Reformhaus)
Täglich morgens uns abends 1Msp. oder 1/2 TL Kräuterpulver in den Mund und einspeicheln und trinken. Danach gut mit Wasser nachspülen.
Bitter macht warm und ist besonders zu empfehlen wenn jemanden ständig kalt ist. Ebenso wach und klar im Geist.



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